Veranstaltung des Ostpreußischen Landesmuseums mit Deutschbaltischer Abteilung, Lüneburg
Sonntag, 7. Oktober 2018, 14 Uhr

Öffentliche Sonntagsführung durch die neue Deutschbaltische Abteilung mit Dr. Bernhardt Schalhorn, Historiker und langjähriger Leiter der Ostakademie.

Ostpreußisches Landesmuseum | Heiligengeiststr. 38 | 21335 Lüneburg
Telefon 04131 75995-10, www.ol-lg.de

Internationale Kulturtage Mare Balticum vom 23. bis 25. November 2018 in Darmstadt

„An der Grenze zweier Welten“ - Auf der Suche nach dem Baltikum

„Baltikum“ – dieser Teil Europas mit seinen wechselnden Grenzen und der „höchst merkwürdige(n) Vermischung von Nationen und Völkerstämmen“ (J.-P. Catteau-Calleville, 1815) ist weiterhin ein politisches, historisches und ethnisches Kaleidoskop. Als territoriale Erfindung ist es keine Einheit trotz „Integration in die westeuropäischen Macht- und Wirtschaftsstrukturen“, sondern unterscheidet sich, wie jeder Reiseführer weiß, „wesentlich in Sprache, Kultur und Mentalität ihrer Bevölkerungen“.
Die Internationalen Kulturtage Mare Balticum suchen über verschiedene Ansätze einen analytischen Zugang zum Phänomen „Baltikum“. Von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart widmen sich acht Vorträge der Außenwahrnehmung und Selbsteinschätzung, den Einflüssen und Beziehungen, Dispositionen und Differenzen des Europas en miniature.

Informationen und Anmeldung:
Deutsch-Baltische Gesellschaft e. V.
Herdweg 79, 64285 Darmstadt
Tel.: 06151-43457, Fax: 06151-48302
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

P1070409 2Neuer Vorstand, neue Ehrung, neues Buch
Bundestreffen vom 1. – 3. Juni 2018 in Darmstadt

Neugewählt wurde heuer beim Bundesdelegiertentag der Deutsch-Baltischen Gesellschaft e.V. deren Bundesvorstand. Erster Vorsitzender bleibt für weitere zwei Jahre Dr. Christian von Boetticher (Hamburg). Statt eines Geschäftsführenden Vorsitzenden gibt es jetzt einen stellvertretenden Vorsitzenden, der zugleich Schatzmeister ist. Dieses Amt hat als Nachfolger des mit viel Beifall verabschiedeten Andreas Hansen jetzt Christian Toop (Lüneburg) inne. Als weitere Vorstandsmitglieder wiedergewählt wurden Astrid Bergmann-Höhl, Björn Ehrenberger, Elisabeth Motschmann und Felicitas Wende, neu im Gremium sind Michael Anger und Andreas Kanstein.
Nach Gesamtvorstandssitzung und Mitgliederversammlung würdigte Frau Inga Skujiņa, Botschafterin der Republik Lettlands, in ihrer Ansprache beim Festakt ausführlich die völkerverbindende Arbeit der Deutsch-Baltischen Gesellschaft. Großes Lob erhielt von ihr, vom Bundesvorsitzenden und der ganzen Versammlung die Vorsitzende der Deutsch-Baltischen Landsmannschaft in Bayern, Gertje Anton. Für ihre jahrzehntelange intensive Arbeit in der Gesellschaft in verschiedenen Funktionen wurde ihr die Ehrenurkunde der Deutsch-Baltischen Gesellschaft überreicht.
In einer Podiumsrunde vorgestellt wurde das im Schöningh-Verlag erschienene Buch „Lettland 1918- 2018. Ein Jahrhundert Staatlichkeit“, an dem Deutsche und Letten mitgewirkt haben. Dem Festakt schloss sich der Gesellschaftsabend an. Das Bundestreffen endete mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal am Kapellplatz. (ma)

Skulpturenschau im Garten des Baltenhaus

Nach einem Jahr Pause wird die erfolgreiche Ausstellung „Kunst im Park des Baltenhaus“ fortgesetzt. Unter der Regie und Organisation des BBK-Darmstadt e.V. wird dieses Event wieder jährlich ausgerichtet. 17 Künstler*innen aus Hessen sind eingeladen und zeigen ihre Arbeiten vom 29.7. bis 30.9.2018. Der Kunstpreis der Deutsch-Baltischen Gesellschaft, gestiftet von der ENTEGA-Stiftung und der Sparkasse Darmstadt, wird am 23.9.2018 um 17:00 Uhr verliehen. Die Veranstalter freuen sich, ein breites Spektrum an bildhauerischen Arbeiten zum diesjährigen Thema „Wachstum“, präsentieren zu können. Von Ton über Stein, von Stahl, Holz bis zu lebenden Pflanzen, sind viele Materialien von den Künstler*innen in ihren Werken verarbeitet worden. Ein Besuch der Ausstellung im ruhigen Park um das imposante Baltenhaus lohnt sich immer.
Die Ausstellung dauert bis 30.9.2018 und ist mittwochs und sonntags von 15 – 18 Uhr geöffnet, Der Eintritt ist frei.
Baltenhaus Darmstadt, Herdweg 79.

Zur Vernissage erschien am 31.7. folgender Bericht im Darmstädter Echo.

25 Jahre Partnerschaft Darmstadt - Liepaja
Bericht über den Festakt mit Ausstellung im Haus der Deutsch-Balten

Rund 9.150 Tage sind vergangen und die Freundschaft der beiden Städte hat sich in dieser Zeit vielfältig entwickelt. Seit 1996 leistet die Initiative für Liepaja wichtige Beiträge zu dieser Partnerschaft. Im Rahmen des Städtepartnerschaftsjubiläums der Stadt Darmstadt fand am 4. Juni eine Feier statt.
Dazu veröffentlichte das Darmstädter Echo folgenden Bericht (zum Öffnen hier klicken)

Treffen der Landes-, Bezirks- und Ortsvorstände vom 9. bis 10. September 2017 in Darmstadt

Um über die deutsch-baltische Zukunft nachzudenken, hatten sich Anfang des Jahres in Lüneburg die Vorstände von Carl-Schirren- und Deutsch-Baltischer Gesellschaft getroffen. Nun war die Einladung an die Bezirks- und Ortsvorstände der nächste Schritt, um sich über Bilanzen, Aufgaben und Konzepte der Deutsch-Baltischen Gesellschaft klar zu werden: Welche Inhalte und Themen sind maßgeblich und attraktiv für Interessenten aus der mittleren und jüngeren Generation, welche Überlegungen gibt es bei der Vernetzung deutsch-baltischer Orga-nisationen, welche Projekte in den baltischen Ländern können unterstützt werden.
Der Einladung ins Haus der Deutsch-Balten folgte etwa die Hälfte der über 50 Eingeladenen, eine, wie sich zeigte, angemessene Gruppengröße, um die anliegenden Fragen sachlich zu erörtern.

Internationale Kulturtage Mare Balticum 2017 in Darmstadt - Zwei Berichte

Mehr als eine rein oberflächliche Zweckgemeinschaft verbindet die Stadt Darmstadt mit der Deutsch-Baltischen Gesellschaft, diese Tatsache darf man den Grußworten des Stadtrats Dr. Dierk Molter entnehmen, denn auch in diesem Jahr konnten wieder Menschen aus fünf Nationen im Reinhard-Zinkann-Haus für ein Wochenende zusammen kommen. Er betont die würdevolle Aufgabe, die einem solchem Treffen zu Grunde liegt. Das Wochenende war gefüllt mit vielen spannenden Vorträgen zum Thema "Baltischer Luxus und Barbarei", an die sich angeregte Diskussionen anschlossen. Nicht nur dort, sondern auch auf dem am Samstagabend stattfindenden Ball konnte man förmlich die Brücken sehen, die zwischen den verschiedenen Nationen, aber auch Generationen auf- und ausgebaut wurden.

Der Deutschbaltische Jugend- und Studentenring nahm auch in diesem Jahr wieder zahlreich an den Internationalen Kulturtagen teil und lauschte so den Vorträgen von den acht jungen Wissenschaftlern aus Estland, Lettland und Deutschland, die vor insgesamt rund 100 Teilnehmern referierten und sich gekonnt deren Fragen stellten. Wie bei der Begrüßung von Herrn Molter und Herrn von Lüpke beschrieben, konnte man an diesem Wochenende wieder gelebtes Europa erleben. Es wurden neues Vertrauen auf- und Mauern abgebaut. Jeder trat anschließend bereichert die Heimreise an. An diesem Wochenende teilgenommen zu haben, ist für mich baltischer Luxus.

Maximilian Wende
Jugendreferent der DBGes

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Posen, Esslingen, Mucenieki – Parallelen

Liepājas Partnerstadt Darmstadt ist nicht nur eine bedeutende Wissenschafts- und Kulturstadt der BRD, sondern sie ist auch in der Nachkriegszeit zum Hauptquartier, besser gesagt zum zentralen Sitz der Deutsch-Baltischen Vereinigungen und seit 1962 zu ihrer Patenstadt geworden.

Die Deutschbalten grenzen sich aber nicht ab, grade umgekehrt, denn heutzutage stehen Kontakte zu den baltischen Staaten, kulturelle, wissenschaftliche und familiengeschichtliche Begegnungen im Vordergrund. Schon zur Tradition geworden sind Begegnungen der Deutsch-Baltischen Gesellschaft (DBGes), zu denen z. B. die ,,Mare-Balticum-Tage” zählen, die auf ihrem Forum im November sowohl Vertreter der deutschbaltischen Organisationen aus allen Bundesländern u. a., als auch die Vorsitzenden der assoziierten Mitgliedsorganisationen aus dem Baltikum (Lettland und Estland), und Ehrengäste zusammenrufen, um gemeinsam ūber die historischen Zusammenhänge nachzudenken, aktuelle Informationen auszutauschen und gemeinsam die Zukunft aufzubauen.