Internationale Kulturtage Mare Balticum vom 23. bis 25. November 2018 in Darmstadt

„An der Grenze zweier Welten“ - Auf der Suche nach dem Baltikum

„Baltikum“ – dieser Teil Europas mit seinen wechselnden Grenzen und der „höchst merkwürdige(n) Vermischung von Nationen und Völkerstämmen“ (J.-P. Catteau-Calleville, 1815) ist weiterhin ein politisches, historisches und ethnisches Kaleidoskop. Als territoriale Erfindung ist es keine Einheit trotz „Integration in die westeuropäischen Macht- und Wirtschaftsstrukturen“, sondern unterscheidet sich, wie jeder Reiseführer weiß, „wesentlich in Sprache, Kultur und Mentalität ihrer Bevölkerungen“.
Die Internationalen Kulturtage Mare Balticum suchen über verschiedene Ansätze einen analytischen Zugang zum Phänomen „Baltikum“. Von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart widmen sich acht Vorträge der Außenwahrnehmung und Selbsteinschätzung, den Einflüssen und Beziehungen, Dispositionen und Differenzen des Europas en miniature.

Das genaue Programm und zusätzliche Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer (hier klicken).

Informationen und Anmeldung:
Deutsch-Baltische Gesellschaft e. V.
Herdweg 79, 64285 Darmstadt
Tel.: 06151-43457, Fax: 06151-48302
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Benefizkonzert „Orgel-Landschaft Riga“ - 28. Oktober 2018 in Berlin

Am Sonntag, dem 28. Oktober, sind Sie um 20 Uhr herzlich eingeladen zum Benefizkonzert „Orgel-Landschaft Riga“ in die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, bei dem vier lettische Organistinnen und Organisten Orgelmusik aus dem deutschen Barock und aus der lettischen Gegenwart aufführen – unter anderem von Johann Gottfried Müthel , dem letzten Schüler J.S. Bachs, der selbst jahrelang auf der Kloosen-Orgel spielte, und vom renommierten lettischen Komponisten Aivars Kalējs, der eigene Werke zu Gehör bringt.

Das Konzert ist eine Ovation an Lettland, das dieses Jahr sein 100jähriges Bestehen als Staat feiert. Das Orgel-Rekonstruktionsprojekt ist ein deutsch-lettisches Vorhaben, steht im Kontext der jahrhundertelangen deutsch-lettischen Beziehungen auch auf kulturellem Gebiet und soll zur weltberühmten romantischen Orgel im Rigaer Dom wieder das bedeutende barocke Gegenstück schaffen.

Der Eintritt ist frei; um Spenden für das Rekonstruktionsprojekt wird gebeten. Die Konzertveranstaltung wird von der Botschafterin der Republik Lettland in Deutschland, I.E. Frau Inga Skujiņa, unterstützt.

Eine Veranstaltung des Fördervereins Orgel Petri-Kirche Rige e.V.
Nähere Informatione entnehmen Sie bitte dem Flyer (hier klicken).

Andrievs Niedra - Theater und öffentliche Diskussion - am 3. November in Riga / Lettland

Historia est magistra vitae –die Geschichte ist eine Lehrerin des Lebens.

Wie können wir diese Erkenntnis Ciceros in die Tat umsetzen in diesem Jahr, in dem die Republik Lettland ihr hundertjähriges Bestehen feiert?
Was können wir von dem Kampf lernen, der zwischen den gesellschaftlichen Gruppen Lettlands im Jahre 1919 ablief und der sich im Unabhängigkeitskrieg Lettlands ebenso manifestierte wie im Kampf um die Macht verschiedener gesellschaftlicher Gruppen, Klassen und politischer Kräfte?
Welchen Einfluss hatten andere Staaten auf die Entstehung des Staates Lettland? Welche Probleme hatte der neue Staat Lettland zu lösen? Wurden sie erfolgreich gelöst? Welchen Einfluss haben all diese Ereignisse auf unsere Gesellschaft und unser heutiges Leben?
Eine Antwort auf diese und andere Fragen werden wir in dem Theaterstück über Andrievs Niedra finden, den Zeitgenossen der Entstehung Lettlands, Pastor, Gesellschaftsarbeiter, Schriftsteller und Politiker.

Eine Veranstaltung von Domus Rigensis.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer (hier klicken).

“Lettonia centum” -  “100 Jahre Lettland”  -  Konzert in Frankfurt 10. November 2018

Zum 100. Jahrestag der Staatsgründung Lettlands im November 2018 veranstaltet die Lettische Gesellschaft in Frankfurt e.V. in Zusammenarbeit mit in Deutschland lebenden lettischen Musikern ein Konzert der lettischen Klassik unter dem Namen “Lettonia centum” - auf Deutsch: “100 Jahre Lettland”.

Dieses deutsch-lettische Gemeinschaftsprojekt soll den in Frankfurt und Umgebung lebenden Letten ermöglichen, die diesjährige Feier mit erstklassigen Interpretationen der lettischen Musik zu begehen und dem deutschsprachigen Publikum ausgesuchte lettische Musik auf hohem musikalischen Niveau nahe bringen.
Für die Lettische Gesellschaft in Frankfurt e.V. als Veranstalterin des Projektes stellt das Konzert nicht nur den Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Staatsgründung Lettlands dar. Es bietet vor allem die einzigartige Möglichkeit, durch Musik als universeller Sprache dem deutschen Publikum die lettische Kultur näherzubringen und dies im Rahmen des für Lettland so bedeutsamen Jubiläums.

Die Mitwirkenden von “LETTONIA CENTUM” sind herausragende lettische Musiker, darunter die renommierte lettische Pianistin und Echo-Klassik-Preisträgerin Lauma Skride, die Exil-Lettin, Bratschistin, Dirigentin und Professorin an der Stuttgarter Musikhochschule Andra Dārziņa, sowie die in Frankfurt lebende und international ausgezeichnete Geigerin Laura Zariņa. Auf dem Programm stehen Werke der zeitgenössischen lettischen Komponisten Pēteris Vasks, Pēteris Plakidis und Laima Adelaide Priedīte sowie ein Stück des lettischen Klassikers Emīls Dārziņš.

Das Projekt wird von der Botschafterin der Republik Lettland, Frau Inga Skujiņa, unterstützt - sie ist die Schirmherrin des Konzertes. Die Ehrengäste des Konzerts sind zudem der Honorarkonsul der Republik Lettland in Hessen, Herr Rüdiger von Rosen, sowie der Komponist Pēteris Vasks.

Das Konzert wird am 10. November 2018 um 19 Uhr im großen Saal des Dr. Hoch’s Konservatoriums stattfinden (Adresse: Sonnemannstraße 16, 60314 Frankfurt am Main). Kartenbestellung unter: https://lettoniacentum.eventbrite.de oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Ticketspreis: 20€

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer (hier klicken).

P1070409 2Neuer Vorstand, neue Ehrung, neues Buch
Bundestreffen vom 1. – 3. Juni 2018 in Darmstadt

Neugewählt wurde heuer beim Bundesdelegiertentag der Deutsch-Baltischen Gesellschaft e.V. deren Bundesvorstand. Erster Vorsitzender bleibt für weitere zwei Jahre Dr. Christian von Boetticher (Hamburg). Statt eines Geschäftsführenden Vorsitzenden gibt es jetzt einen stellvertretenden Vorsitzenden, der zugleich Schatzmeister ist. Dieses Amt hat als Nachfolger des mit viel Beifall verabschiedeten Andreas Hansen jetzt Christian Toop (Lüneburg) inne. Als weitere Vorstandsmitglieder wiedergewählt wurden Astrid Bergmann-Höhl, Björn Ehrenberger, Elisabeth Motschmann und Felicitas Wende, neu im Gremium sind Michael Anger und Andreas Kanstein.
Nach Gesamtvorstandssitzung und Mitgliederversammlung würdigte Frau Inga Skujiņa, Botschafterin der Republik Lettlands, in ihrer Ansprache beim Festakt ausführlich die völkerverbindende Arbeit der Deutsch-Baltischen Gesellschaft. Großes Lob erhielt von ihr, vom Bundesvorsitzenden und der ganzen Versammlung die Vorsitzende der Deutsch-Baltischen Landsmannschaft in Bayern, Gertje Anton. Für ihre jahrzehntelange intensive Arbeit in der Gesellschaft in verschiedenen Funktionen wurde ihr die Ehrenurkunde der Deutsch-Baltischen Gesellschaft überreicht.
In einer Podiumsrunde vorgestellt wurde das im Schöningh-Verlag erschienene Buch „Lettland 1918- 2018. Ein Jahrhundert Staatlichkeit“, an dem Deutsche und Letten mitgewirkt haben. Dem Festakt schloss sich der Gesellschaftsabend an. Das Bundestreffen endete mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal am Kapellplatz. (ma)

25 Jahre Partnerschaft Darmstadt - Liepaja
Bericht über den Festakt mit Ausstellung im Haus der Deutsch-Balten

Rund 9.150 Tage sind vergangen und die Freundschaft der beiden Städte hat sich in dieser Zeit vielfältig entwickelt. Seit 1996 leistet die Initiative für Liepaja wichtige Beiträge zu dieser Partnerschaft. Im Rahmen des Städtepartnerschaftsjubiläums der Stadt Darmstadt fand am 4. Juni eine Feier statt.
Dazu veröffentlichte das Darmstädter Echo folgenden Bericht (zum Öffnen hier klicken)

Treffen der Landes-, Bezirks- und Ortsvorstände vom 9. bis 10. September 2017 in Darmstadt

Um über die deutsch-baltische Zukunft nachzudenken, hatten sich Anfang des Jahres in Lüneburg die Vorstände von Carl-Schirren- und Deutsch-Baltischer Gesellschaft getroffen. Nun war die Einladung an die Bezirks- und Ortsvorstände der nächste Schritt, um sich über Bilanzen, Aufgaben und Konzepte der Deutsch-Baltischen Gesellschaft klar zu werden: Welche Inhalte und Themen sind maßgeblich und attraktiv für Interessenten aus der mittleren und jüngeren Generation, welche Überlegungen gibt es bei der Vernetzung deutsch-baltischer Orga-nisationen, welche Projekte in den baltischen Ländern können unterstützt werden.
Der Einladung ins Haus der Deutsch-Balten folgte etwa die Hälfte der über 50 Eingeladenen, eine, wie sich zeigte, angemessene Gruppengröße, um die anliegenden Fragen sachlich zu erörtern.

Internationale Kulturtage Mare Balticum 2017 in Darmstadt - Zwei Berichte

Mehr als eine rein oberflächliche Zweckgemeinschaft verbindet die Stadt Darmstadt mit der Deutsch-Baltischen Gesellschaft, diese Tatsache darf man den Grußworten des Stadtrats Dr. Dierk Molter entnehmen, denn auch in diesem Jahr konnten wieder Menschen aus fünf Nationen im Reinhard-Zinkann-Haus für ein Wochenende zusammen kommen. Er betont die würdevolle Aufgabe, die einem solchem Treffen zu Grunde liegt. Das Wochenende war gefüllt mit vielen spannenden Vorträgen zum Thema "Baltischer Luxus und Barbarei", an die sich angeregte Diskussionen anschlossen. Nicht nur dort, sondern auch auf dem am Samstagabend stattfindenden Ball konnte man förmlich die Brücken sehen, die zwischen den verschiedenen Nationen, aber auch Generationen auf- und ausgebaut wurden.

Der Deutschbaltische Jugend- und Studentenring nahm auch in diesem Jahr wieder zahlreich an den Internationalen Kulturtagen teil und lauschte so den Vorträgen von den acht jungen Wissenschaftlern aus Estland, Lettland und Deutschland, die vor insgesamt rund 100 Teilnehmern referierten und sich gekonnt deren Fragen stellten. Wie bei der Begrüßung von Herrn Molter und Herrn von Lüpke beschrieben, konnte man an diesem Wochenende wieder gelebtes Europa erleben. Es wurden neues Vertrauen auf- und Mauern abgebaut. Jeder trat anschließend bereichert die Heimreise an. An diesem Wochenende teilgenommen zu haben, ist für mich baltischer Luxus.

Maximilian Wende
Jugendreferent der DBGes

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Posen, Esslingen, Mucenieki – Parallelen

Liepājas Partnerstadt Darmstadt ist nicht nur eine bedeutende Wissenschafts- und Kulturstadt der BRD, sondern sie ist auch in der Nachkriegszeit zum Hauptquartier, besser gesagt zum zentralen Sitz der Deutsch-Baltischen Vereinigungen und seit 1962 zu ihrer Patenstadt geworden.

Die Deutschbalten grenzen sich aber nicht ab, grade umgekehrt, denn heutzutage stehen Kontakte zu den baltischen Staaten, kulturelle, wissenschaftliche und familiengeschichtliche Begegnungen im Vordergrund. Schon zur Tradition geworden sind Begegnungen der Deutsch-Baltischen Gesellschaft (DBGes), zu denen z. B. die ,,Mare-Balticum-Tage” zählen, die auf ihrem Forum im November sowohl Vertreter der deutschbaltischen Organisationen aus allen Bundesländern u. a., als auch die Vorsitzenden der assoziierten Mitgliedsorganisationen aus dem Baltikum (Lettland und Estland), und Ehrengäste zusammenrufen, um gemeinsam ūber die historischen Zusammenhänge nachzudenken, aktuelle Informationen auszutauschen und gemeinsam die Zukunft aufzubauen.