Gastspiel des estnischen Theaters VARIUS "Regentropfen und Mondschein" 
und anschließender Kulturbrückensalon am 2. Februar 2019 um 17:30 Uhr im Haus der Deutschbalten (Darmstadt)

"Regentropfen und Mondschein" von HEIDI SARAPUU – eine mitreißende Lebensgeschichte der schillernden estnischen Diva KÄBI LARETEI (1922-2014), einer international anerkannten Konzertpianistin, Schriftstellerin, Kosmopolitin, Stilikone, Femme fatale, Ehefrau und Mutter. Wie wird man fertig mit der Heimatlosigkeit? Ist es möglich eine Balance zwischen Kunst und Beziehungen, Familie und Kindern zu finden? Wie folgt man der Berufung als Künstlerin in einer Ehe neben einem Giganten der Filmindustrie wie INGMAR BERGMAN?

Das Stück wird zweisprachig aufgeführt, auf Estnisch und Deutsch, mit deutschen Untertiteln. Die Hauptdarstellerin, KATRIN LEHISMETS (Mozarteum Salzburg), spielt live am Klavier Werke aus Käbi Laretei 's Repertoir.

Nach dem Theaterstück gibt es eine offene Gesprächsrunde mit dem Komponisten und Essayisten JÜRI REINVERE, einem nahen Freund und Schüler von Käbi Laretei und Ingmar Bergman.

Das Theater VARIUS wurde vor 31 Jahren gegründet und spielt nur kulturgeschichtliche Stücke. (varius.ee)

Anschließend sind alle Gäste eingeladen an dem Kulturbrückensalon mit Buffet, Estland-Quiz, musikalischen Darbietungen der Theatergruppe VARIUS und Tanz teilzunehmen.

Deutschbaltische Abteilung Copyright Ostpreußisches Landesmuseumb1Balten-Silber aus Darmstadt im neueröffneten Ostpreußen-Museum in Lüneburg

Wertvolles Silber aus dem Baltikum wird in der neuen Deutschbaltischen Abteilung des Ostpreußischen Landesmuseums in Lüneburg präsentiert:
Foto-Copyright: Landesmuseum

Mit einem „glänzenden Willkommen“ werden die Besucher der Deutschbaltischen Abteilung des neueröffneten Ostpreußischen Landesmuseums in Lüneburg begrüßt. In einer Vitrine prangen mehrere wertvolle Schmiedearbeiten aus Silber. Sofort ins Auge fällt ein 60 cm hoher Pokal, dessen Mittelteil von einem Menschen getragen wird. Eine auch in Rock und Harnisch gekleidete Person auf dem Deckelknauf krönt das Werk. Die Widmungsinschrift verkündet: „Dieser Willkommen ist gestiftet von uns Gesellen d. 22. Dez. 1756“.
Es handelt sich um den Willkommpokal der Schneidergesellen in Reval. Angefertigt wurde das Meisterstück von Abraham Christian Rotermann drei Monate zuvor in der heutigen estländischen Hauptstadt. Zur Rechten des Pokals steht eine Kanne aus Silber, deren Deckel die halbplastische Figur der Allegorie der Hoffnung mit der Inschrift „Spes Immortalis“ ziert. Auf vergoldeter Reserve sind die Initialen „BJVW“ und „ADC“ eingraviert. Sie stehen für Bernd Johann von Wehren und Anna Dorothea Cämmerer, die 1717 heirateten. Die umgebende Inschrift lautet: „Dem ehrbaren Amt der Schneider anno 1770“. Beide Silberobjekte waren bisher im Haus der Deutsch-Balten in Darmstadt ausgestellt und wurden dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.

Fotokalender 2019 „Riga, seine Kirchen und Orgeln”riga kirche

Der vom ‚Förderverein Orgel Petri-Kirche Riga e.V.‘ herausgegeben Wand-Kalender ist den Kirchen Rigas und seinen Orgeln gewidmet – natürlich mit dem Schwerpunkt auf der Petri-Kirche und der zu rekonstruierenden barocken Kloosen-Orgel von 1734.
In den ersten Monaten werden mit ihren Orgeln der Rigaer Dom, die Johanniskirche, die Gertrudenkirche und die Jesuskirche vorgestellt. Danach wird detailliert die Petri-Kirche gezeigt: Krieg und Wiederaufbau, die ursprüngliche Orgel, leere Orgelempore, Montage mit der rekonstruierten Orgel, Orgelwerkstatt, Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck in der Kirche usw.

Der Kalender (in Deutsch und Lettisch) kann beim Verein bestellt werden und kostet 10 Euro (einschließlich Versand). Bei Sammelbestellung wird er für 7,50 Euro ab 5 Exemplare und für 6 Euro ab 10 Expl. abgegeben.

Bestellungen bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter Tel: (030) 30 85 07 28 75.
Nähere Informationen unter: www.orgel-petrikirche-riga.de

BildInternationale Kulturtage Mare Balticum 2018 in Darmstadt – Ehrungen

Acht Persönlichkeiten aus Lettland und Estland hat die Deutsch-Baltische Gesellschaft anlässlich der Internationalen Kulturtage Mare Balticum in Darmstadt geehrt. Als Gründungsmitglieder der Partnervereine der Gesellschaft hätten sie sich herausragend in der Pflege der deutschbaltischen Kultur und der Beziehungen ihrer Heimatländer zu Deutschland engagiert, betonte der Vorsitzende der Deutsch-Baltischen Gesellschaft, Dr. Christian von Boetticher. Seit der Wiedererlangung der Unabhängigkeit der baltischen Staaten sei somit das Fundament für den Aufbau vielfältiger freundschaftlicher Beziehungen zu vielen Menschen und zu den Partnerorganisationen gelegt worden. Die Gesellschaft und ihre Partner wollten damit einen Beitrag zum europäischen Einigungsprojekt leisten, so der Vorsitzende.

Dietrich A. Loeber Studienpreis 2019
Dietrich A. Loeber Nachwuchstagung 2019

Zur Förderung des akademischen Nachwuchses in baltischen Themenfeldern schreiben die Deutsch-Baltische Gesellschaft e.V. (Darmstadt) und das Deutsch-Baltische Jugendwerk (Lüneburg) gemeinsam den Dietrich A. Loeber Studienpreis 2019 und die Dietrich A. Loeber Nachwuchstagung aus. Sie richten sich an Studierende und Doktoranden, die sich thematisch mit einem historischen, kulturellen oder sozialen, wirtschaftlichen oder politischen Aspekt des Baltikums in Geschichte oder Gegenwart beschäftigen. Sie sind aufgerufen, ihren Beitrag bis zum 31.01. 2019 einzureichen. Die Beiträge sollen auf Deutsch verfasst sein und den Umfang von 20 Seiten Text (zuzüglich Anhängen) nicht überschreiten. Die Beiträge werden von einer internationalen wissenschaftlichen Jury bewertet. Die Jury kann bis zu sieben Preisträger auswählen.

Erster Preis: 1.000€ Preisgeld, Festvortrag auf dem Bundestreffen der Deutsch-Baltischen Gesellschaft am 19. Mai 2019 in Darmstadt (inkl. Fahrtkosten und Unterkunft) und Publikation des Beitrags im Deutsch-Baltischen Jahrbuch

Zweiter Preis: 750€ Preisgeld, Publikation des Beitrags im Deutsch-Baltischen Jahrbuch und Einladung zur Nachwuchstagung und Bundestreffen (inkl. Fahrtkosten und Unterkunft)

Dritter Preis: 500€ Preisgeld, Publikation des Beitrags im Deutsch-Baltischen Jahrbuch und Einladung zur Nachwuchstagung und Bundestreffen (inkl. Fahrtkosten und Unterkunft)

Vierter bis Siebter Preis: Digitale Publikation des Beitrags in den „Hochschulschriften zum Baltikum“ des Deutsch-Baltischen Kulturwerks und Einladung zur Nachwuchstagung (inkl. Fahrtkosten)

Die Dietrich A. Loeber Nachwuchstagung am 17. Mai 2019 bietet den Preisträgern die Chance, ihre Arbeit einem interessierten Publikum öffentlich in Vorträgen zu präsentieren. Beiträge bitte als PDF-Dokument mit einem akademischen Lebenslauf bis zum 31.01. 2019 an den Wissenschaftlichen Leiter des Deutsch-Baltischen Jugendwerks Dr. Martin Pabst Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden.

Rückfragen bitte ebenfalls an Dr. Martin Pabst (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Bild„Johannes Niemeyer. Küsten und Städte. Bilder aus dem Baltikum.“

Das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung präsentiert vom 24.11.2018 bis 10.03.2019 in Kooperation mit der Galerie Wannsee Verlag, Berlin die Ausstellung „Johannes Niemeyer. Küsten und Städte. Bilder aus dem Baltikum.“

Kurator Ostpreußisches Landesmuseum: Dr. Eike Eckert

Johannes Niemeyer (1889 – 1980) gehört zu den vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten der Zwanziger bis Siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts in Deutschland. Er war nicht nur ein hervorragender Maler, sondern auch Architekt, Bildhauer, Raumausstatter und Designer. Er arbeitete von 1921 bis 1924 als Dozent an der Burg Giebichenstein in Halle, neben dem Bauhaus in Weimar damals eines der wichtigen Zentren für Kunst und Gestaltung in Deutschland.

Die überwiegend im Kriegsjahr 1943 entstandenen Pastelle, die Niemeyer als 48jähriger bei einem viermonatigen Aufenthalt im damals von deutschen Truppen besetzten Baltikum, im sogenannten „Reichskommissariat Ostland“ malte, handeln nicht von Krieg und Zerstörung, sondern von Menschen, ihrer Arbeit am Meer, von Fischern und Häfen und den traditionsreichen Städten. Die Schönheit und der besondere Charakter der Insel Saaremaa (Ösel) und ihrer Bewohner haben den Maler so fasziniert, dass er beides in zahlreichen Bildern festgehalten hat.
Das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung nimmt die Ausstellung zum Anlass, in seinem Begleitprogramm auch auf Kunst unter Besatzungsherrschaft einzugehen.

Eröffnung
Fr., 23. November 2018, 18:30 Uhr, Eintritt frei!
Grußwort: Dr. Joachim Mähnert / Ostpreußisches Landesmuseum
Rita Valge / Saaremaa-Museum, Estland
Vortrag: Prof. Dr. Herwig Roggemann / Galerie Wannsee Verlag

P1070409 2Neuer Vorstand, neue Ehrung, neues Buch
Bundestreffen vom 1. – 3. Juni 2018 in Darmstadt

Neugewählt wurde heuer beim Bundesdelegiertentag der Deutsch-Baltischen Gesellschaft e.V. deren Bundesvorstand. Erster Vorsitzender bleibt für weitere zwei Jahre Dr. Christian von Boetticher (Hamburg). Statt eines Geschäftsführenden Vorsitzenden gibt es jetzt einen stellvertretenden Vorsitzenden, der zugleich Schatzmeister ist. Dieses Amt hat als Nachfolger des mit viel Beifall verabschiedeten Andreas Hansen jetzt Christian Toop (Lüneburg) inne. Als weitere Vorstandsmitglieder wiedergewählt wurden Astrid Bergmann-Höhl, Björn Ehrenberger, Elisabeth Motschmann und Felicitas Wende, neu im Gremium sind Michael Anger und Andreas Kanstein.
Nach Gesamtvorstandssitzung und Mitgliederversammlung würdigte Frau Inga Skujiņa, Botschafterin der Republik Lettlands, in ihrer Ansprache beim Festakt ausführlich die völkerverbindende Arbeit der Deutsch-Baltischen Gesellschaft. Großes Lob erhielt von ihr, vom Bundesvorsitzenden und der ganzen Versammlung die Vorsitzende der Deutsch-Baltischen Landsmannschaft in Bayern, Gertje Anton. Für ihre jahrzehntelange intensive Arbeit in der Gesellschaft in verschiedenen Funktionen wurde ihr die Ehrenurkunde der Deutsch-Baltischen Gesellschaft überreicht.
In einer Podiumsrunde vorgestellt wurde das im Schöningh-Verlag erschienene Buch „Lettland 1918- 2018. Ein Jahrhundert Staatlichkeit“, an dem Deutsche und Letten mitgewirkt haben. Dem Festakt schloss sich der Gesellschaftsabend an. Das Bundestreffen endete mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal am Kapellplatz. (ma)

Treffen der Landes-, Bezirks- und Ortsvorstände vom 9. bis 10. September 2017 in Darmstadt

Um über die deutsch-baltische Zukunft nachzudenken, hatten sich Anfang des Jahres in Lüneburg die Vorstände von Carl-Schirren- und Deutsch-Baltischer Gesellschaft getroffen. Nun war die Einladung an die Bezirks- und Ortsvorstände der nächste Schritt, um sich über Bilanzen, Aufgaben und Konzepte der Deutsch-Baltischen Gesellschaft klar zu werden: Welche Inhalte und Themen sind maßgeblich und attraktiv für Interessenten aus der mittleren und jüngeren Generation, welche Überlegungen gibt es bei der Vernetzung deutsch-baltischer Orga-nisationen, welche Projekte in den baltischen Ländern können unterstützt werden.
Der Einladung ins Haus der Deutsch-Balten folgte etwa die Hälfte der über 50 Eingeladenen, eine, wie sich zeigte, angemessene Gruppengröße, um die anliegenden Fragen sachlich zu erörtern.

Internationale Kulturtage Mare Balticum 2017 in Darmstadt - Zwei Berichte

Mehr als eine rein oberflächliche Zweckgemeinschaft verbindet die Stadt Darmstadt mit der Deutsch-Baltischen Gesellschaft, diese Tatsache darf man den Grußworten des Stadtrats Dr. Dierk Molter entnehmen, denn auch in diesem Jahr konnten wieder Menschen aus fünf Nationen im Reinhard-Zinkann-Haus für ein Wochenende zusammen kommen. Er betont die würdevolle Aufgabe, die einem solchem Treffen zu Grunde liegt. Das Wochenende war gefüllt mit vielen spannenden Vorträgen zum Thema "Baltischer Luxus und Barbarei", an die sich angeregte Diskussionen anschlossen. Nicht nur dort, sondern auch auf dem am Samstagabend stattfindenden Ball konnte man förmlich die Brücken sehen, die zwischen den verschiedenen Nationen, aber auch Generationen auf- und ausgebaut wurden.

Der Deutschbaltische Jugend- und Studentenring nahm auch in diesem Jahr wieder zahlreich an den Internationalen Kulturtagen teil und lauschte so den Vorträgen von den acht jungen Wissenschaftlern aus Estland, Lettland und Deutschland, die vor insgesamt rund 100 Teilnehmern referierten und sich gekonnt deren Fragen stellten. Wie bei der Begrüßung von Herrn Molter und Herrn von Lüpke beschrieben, konnte man an diesem Wochenende wieder gelebtes Europa erleben. Es wurden neues Vertrauen auf- und Mauern abgebaut. Jeder trat anschließend bereichert die Heimreise an. An diesem Wochenende teilgenommen zu haben, ist für mich baltischer Luxus.

Maximilian Wende
Jugendreferent der DBGes

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Posen, Esslingen, Mucenieki – Parallelen

Liepājas Partnerstadt Darmstadt ist nicht nur eine bedeutende Wissenschafts- und Kulturstadt der BRD, sondern sie ist auch in der Nachkriegszeit zum Hauptquartier, besser gesagt zum zentralen Sitz der Deutsch-Baltischen Vereinigungen und seit 1962 zu ihrer Patenstadt geworden.

Die Deutschbalten grenzen sich aber nicht ab, grade umgekehrt, denn heutzutage stehen Kontakte zu den baltischen Staaten, kulturelle, wissenschaftliche und familiengeschichtliche Begegnungen im Vordergrund. Schon zur Tradition geworden sind Begegnungen der Deutsch-Baltischen Gesellschaft (DBGes), zu denen z. B. die ,,Mare-Balticum-Tage” zählen, die auf ihrem Forum im November sowohl Vertreter der deutschbaltischen Organisationen aus allen Bundesländern u. a., als auch die Vorsitzenden der assoziierten Mitgliedsorganisationen aus dem Baltikum (Lettland und Estland), und Ehrengäste zusammenrufen, um gemeinsam ūber die historischen Zusammenhänge nachzudenken, aktuelle Informationen auszutauschen und gemeinsam die Zukunft aufzubauen.